Gesundheit | Presse

Klinikum: SPD will mitreden

Höchster Kreisblatt 28.6.2013

Sozialdemokraten wollen über Fusionspläne besser informiert werden

Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung macht sich für das Bestehen des Klinikums Höchst als Krankenhaus der maximalen Versorgungsstufe stark – und kritisiert die Informationspolitik des Gesundheitsdezernats.

 

„Die Maximalversorgung ist für uns ein wichtiger Punkt. Die Bürger im Frankfurter Westen nehmen das Krankenhaus in hohem Maße in Anspruch, sie sollte so bestehen bleiben“, sagte Renate Wolter-Brandecker, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD- Fraktion, während einer Diskussionsveranstaltung der Sozialdemokraten zur Zukunft des Krankenhauses im Bolongaropalast.

„Konstruktiv begleiten“

Über die Zukunft des Krankenhauses wird seit Monaten spekuliert. Aktuell werden von einem externen Beratungsunternehmen die Möglichkeiten einer stärkeren Kooperation oder Fusion mit den Klinken des Main-Taunus-Kreises ausgelotet. „Wir sind im laufenden Prozess gerade an einem Punkt, an dem es um die Analyse der Finanzen geht“, sagt Alexandra Chmielewski, Referentin von Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Wolter-Brandecker kritisierte, dass die Stadtverordnetenversammlung über die Fusionspläne bislang nur rudimentär informiert worden sei. „Wir würden den Prozess gerne konstruktiv begleiten, dafür müssen wir aber einbezogen werden.“

Medizinisches Konzept

Tatsächlich halten sich Klinik und Gesundheitsdezernat derzeit mit Wasserstandsmeldungen merklich zurück – um angestoßene Entwicklungen nicht zu gefährden, heißt es. Dezernat und Klinik betonen jedoch immer wieder, gerade auch die Beschäftigten des Klinikums in die anstehenden Prozesse einbinden zu wollen. „Wir haben seit bekanntwerden der Pläne einen Postkasten in der Personalcafeteria aufgehängt, über den anonym Fragen gestellt werden können. Außerdem gibt es die Möglichkeit, über eine E-Mailadresse Fragen zu stellen“, sagt Klinik-Sprecherin Petra Fleischer.

„Beteiligung“ sei auch das richtige Stichwort hinsichtlich der Erstellung eines medizinischen Konzepts, mit dem das Krankenhaus sich für die Zukunft rüsten soll. „Das medizinische Konzept wird unter Beteiligung der Leitungskräfte und der Personalvertretung erarbeitet werden. So stand es übrigens auch in der Ausschreibung für das Beratungsunternehmen, dass nun die Analyse durchführt“, sagt Chemielewski. Die Analyse der finanziellen Struktur, die Aufstellung eines medizinischen Konzepts sowie die Planung der nicht-medizinischen Arbeitsfelder im Klinikum sollen bei der Zukunftsplanung einen Dreiklang bilden.

Auf die Notwendigkeit, eine klare medizinische Leitlinie für die Zukunft zu formulieren, wies bei der SPD-Diskussionsveranstaltung auch Thomas Busse, Diplom-Volkswirt und Professor für Management von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen an der Fachhochschule Frankfurt, hin, der neben Wolter-Brandecker und Thomas Spies, Arzt und SPD-Landtagsabgeordneter, auf dem Podium saß. „Eine Fusion nur aus ökonomischen Überlegungen heraus wird nicht funktionieren. Dafür muss es auch medizinisch passen“, sagte Busse.


Dr. Renate Wolter-Brandecker, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer und Roger Podstatny, Stadtverordneter aus Höchst:

Frankfurt am Main 11. Februar 2013  Zukunft des Höchster Klinikums sichern: Fakten und Rah­menbedingungen einer Zusammenarbeit mit dem Main-Taunus-Kreis ausloten und weiterhin maximale Versorgung der Patientinnen und Patienten in Höchst sichern!

 

Das Klinikum in Frankfurt-Höchst Foto: Wygoda

„Obwohl es durchaus einsichtig erscheint, Kooperations­möglichkeiten auszuloten und mögliche Synergieeffekte zu nutzen, irritieren der späte Zeitpunkt dieser Überlegungen und die abrupte Kehrtwendung bisheriger Planungen zum Klinikum Höchst”, erklärte die gesundheitspolitische Spre­cherin der SPD-Fraktion Renate Wolter-Brandecker. „Die wenig transparente Informationspolitik, mit der diese Wen­dung begleitet wurde, verstärkt die Sorgen und Bedenken, nicht nur im Frankfurter Westen – vor allem bei Beschäftig­ten, Nachbarn und Kooperationspartnern des Krankenhau­ses, Patientinnen und Patienten sowie Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern,” sagt Roger Podstatny, SPD-Stadtverordneter aus Frankfurt Höchst

In der letzten Woche überraschte die Gesundheitsdezernentin die Öffentlichkeit mit der Ankündigung, entgegen ihren bis da­hin geäußerten Absichten, den Neubau der Höchster Kliniken als Krankenhaus der Maximalversorgung am bisherigen Ort nun doch nicht schnellstmöglich voranzutreiben, sondern zu­nächst ein anderes Vorgehen prüfen zu wollen. Presseberich­ten zufolge ist eine Zusammenarbeit mit Krankenhäusern im Main-Taunus-Kreis geplant. Diese Zusammenarbeit könne von einer umfassenden Kooperation bis hin zu einer gesellschaftli­chen Verschmelzung gehen.

Vor dem Hintergrund der außerordentlichen Bedeutung des Höchster Klinikums für die medizinische Versorgung der Frank­furter Bevölkerung insbesondere im Frankfurter Westen hat dieSPD-Fraktion eine aktuelle Anfrage mit einem Fragenkatalog von 18 Fragen an den Magistrat gerichtet.

 

   Das Klinikum das Main-Taunus-Kreises in Schwalbach Foto: Wygoda

Die SPD-Fraktion im Römer befürwortet eine intensivere Zu­sammenarbeit mit einem anderen kommunalen Klinikum oder einem anderen Krankenhausträger, steht allerdings einer Fusi­on des Klinikums Höchst mit dem Klinikum des Main-Taunus-Kreises kritisch gegenüber, da es viele ungeklärte Fragen gäbe.

„Bei einer Fusion könnten einige der achtzehn vorhandenen Kliniken in Höchst geschlossen werden. Dies hätte vermutlich einen umfassenden Betten- und Personalabbau am städtischen Klinikum zur Folge”, befürchtet der SPD-Stadtverordnete Roger Podstatny.

Die SPD-Fraktion fragt den Magistrat nach der finanziellen Si­tuation des möglichen Kooperationspartners und ob die Main-Taunus-Kliniken vor einer Kooperation bzw. Fusion durch den Main-Taunus-Kreis entschuldet werden.

Völlig offen scheint, wie es mit der Neubauplanung weitergeht und wie lange diese sich verzögern werden. „Eine erneute Ver­zögerung des seit Jahren geplanten Neubaus in Höchst stellt für das Klinikum eine große Belastung dar, gerade auch weil der bauliche und sicherheitstechnische Zustand des Altbaus des Klinikums Höchst problematisch ist”, so Wolter-Brandecker. Zudem sei eine erneute Umplanung mit erheblichen Kosten verbunden. Dafür sei die Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig (Die Grünen) verantwortlich, sie habe als Geschäftsführe­rin der Zentralen Errichtungs-GmbH die Planungen für den Neubau erstellt, den sie jetzt wieder verwerfe. Noch vor kurzem wurden dem Gesundheitsausschuss die Planungen als endgül­tig vorgestellt und die Einreichung des Bauantrages angekün­digt. „Es wurden erhebliche Finanzmittel in den Sand gesetzt, die nun das Defizit der Kliniken weiter erhöhen”, kritisierte Wol­ter-Brandecker. Die finanziellen Probleme der Klinik seien auch früher bekannt gewesen, daher sei die plötzliche Kehrtwendung der Planungen nicht nachvollziehbar.


20 Jahre Drogenhilfe „Eastside“ im Ostend (1992- 2012)

Frankfurt am Main 21.November 2012   Nach 20 Jahren ist das „Eastside“ nach der Zahl seiner Übernachtungen die größte niedrigschwellige Drogenhilfeeinrichtung in Europa. Mit der Auflösung der Drogenszene in der Taunusanlage im Jahr 1992 war es notwendig  geworden, den Drogenabhängigen gleichzeitig ein vielfältiges Drogenhilfesystem anzubieten.

 

In Frankfurt wurde ein Hilfeangebot geschaffen, das vom niedrigschwelligen Angebot bis hin zur völligen Abstinenz reicht. Damit konnte jedem der für ihn richtige, und das heißt oft auch der lebensrettende Weg, eröffnet werden. Der sogenannte „Frankfurter Weg der Drogenhilfe“ bedeutet  bis heute, dass das Eastside an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden geöffnet ist. Jährlich werden hier 1.500 Klientinnen und Klienten von den 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. In den 13 Zimmern des Hauses leben 19 Bewohnerinnen und Bewohner. Zusätzlich stehen 55 Betten und 20 Notbetten für wohnsitzlose Drogengebraucher zur Verfügung. Pro Jahr werden 900 Übernachtungsgäste aufgenommen, was insgesamt  28.000 Übernachtungen bedeutet.

Die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmanns betonte bei der Feier zum 20jährigen Bestehen, dass der Verein Integrative Drogenhilfe e.V. die Entwicklung der Drogenhilfe nicht allein in Frankfurt sondern auch bundesweit wesentlich mit geprägt habe. Frankfurts Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig lobte die lange und erfolgreiche Arbeit, die Kompetenz der Mitarbeiter und die fortlaufende inhaltliche Weiterentwicklung und verwies auf die Chance für Drogengebraucher, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sie erinnerte daran, dass es „ein mutiger Schritt“ gewesen sei, im Jahr 1994 in Frankfurt am Main den ersten Konsumraum Deutschlands im Eastside einzurichten.

Dabei war die Einrichtung der Drogenhilfe im Ostend keineswegs unumstritten. So war es nicht sicher, ob das Hilfeangebot so weit entfernt von der Drogenszene im Bahnhofsviertel angenommen würde. Deshalb war von Anfang an das Angebot der Suchthilfe und die gleichzeitige medizinische Versorgung durch die Malteser, die bis heute diese Arbeit leisten, für das gesamte Projekt von besonderer Bedeutung. „Im Jahr 2012 wird die Arbeit der niedrigschwelligen Drogenhilfe von allen politischen Parteien im Ortsbeirat 4 (Ostend/Bornheim) und der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung vorbehaltlos unterstützt“, hob die SPD-Stadtverordnete aus dem Ostend und suchtpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, Dr. Renate Wolter-Brandecker, hervor.


Suchtmittel-Missbrauch im Alter ist ein wichtiges Thema, wird jedoch unter den Teppich gekehrt.

Frankfurt am Main 13. Juli 2012  „Alkohol- und Medikamentenmissbrauch im Alter nehmen immer stärker zu, aber es gibt zu wenig  Hilfsangebote für ältere Menschen. Das muss sich dringend ändern“, fordert die SPD-Gesundheitspolitikerin Renate Wolter-Brandecker.

Die SPD-Gesundheitspolitikerin wies bei der Veröffentlichung einer Anfrage ihrer Fraktion darauf hin, dass in dem aktuellen  Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung davon ausgegangen werde, dass etwa 400.000 Menschen über 65 Jahre, davon 28 Prozent Männer und 17 Prozent Frauen Alkohol in gesundheitsgefährdenden Mengen trinken. „Es muss nach diesen Zahlen davon ausgegangen werden, dass etwa 14 Prozent der älteren Menschen, die ambulant oder in Heimen betreut werden, missbräuchlichen Alkohol- oder Medikamentenkonsum betroffen sind. „Es ist offensichtlich, dass ältere Menschen mit Suchtverhalten von den bestehenden Hilfesysteme häufig noch nicht oder nur unzureichend erreicht werden“, sagte die suchtpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Renate Wolter-Brandecker.

In einer Anfrage an den Magistrat fordert  die SPD-Fraktion Informationen über die von Suchtmittelmissbrauch betroffenen Menschen in Frankfurt und die zur Verfügung stehenden Hilfsangebote. „Das Drogenreferat der Stadt Frankfurt hat das Thema Sucht im Alter bisher nicht aufgegriffen, obwohl offensichtlich dringender Handlungsbedarf besteht“, unterstrich die Gesundheitspolitikerin.  Alle bisherigen Präventionsangebote der Stadt richteten sich an Jugendliche oder junge Erwachsene. Doch reiche das aufgrund der demografischen Entwicklung und der steigenden Zahl älterer von Sucht betroffener Menschen nicht mehr aus. „Es ist auch dringend erforderlich, Mitarbeiterindie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen und in ambulanten Diensten entsprechend zu schulen und ihnen Hilfestellungen anzubieten“, forderte die SPD- Stadtverordnete.

 


Gesundheits- und Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) versagt in der EHEC-Informationspolitik

Frankfurt am Main 11. August 2011 2011     „Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann hätte sich längst um die Ergebnisse der Wasseruntersuchungen im Erlenbach kümmern und viel früher Entwarnung geben müssen“, kritisierte die SPD-Gesundheitspolitikerin Renate Wolter-Brandecker.

Salate sind auf den Frankfurter Märkten wieder groß im Geschäft. Foto Wygoda

„Völliges Versagen in der Informationspolitik“ über die Gefahren des EHEC-Erregers im Erlenbach warf die SPD-Stadtverordnete der Gesundheitsdezernentin vor. Es habe sich herausgestellt, dass der Erlenbach nie mit dem gefährlichen EHEC-Erreger 0104 belastet gewesen sei. Die ersten Untersuchungen vom 18. Juni 2011 hatten zwar diesen Verdacht nahegelegt, während ein zweites mikrobiologisches Testverfahren des zuständigen Bundesinstituts für Risikoforschung den ersten Verdacht nicht bestätigte.

„Weder die Bürger noch die betroffenen Landwirte können nachvollziehen, warum Gesundheitsdezernentin Rottmann sich absolut desinteressiert an dem Ergebnis der zweiten U-tersuchung zeigte. Sie hätte längst Entwarnung gegeben können, und hätte damit den finanziellen Schaden für die Landwirte vermutlich minimieren können“, unterstrich die SPD-Politikerin.

Auch die Stadtverordneten seien über die aktuellen Entwicklungen nicht informiert worden. Umso unverständlicher sei, dass die Ergebnisse in Berlinnicht abgerufen wurden, obwohl das Gesundheitsamt von Anfang an erhebliche Zweifel an dem Erstbefund hatte.

„Offensichtlich ist die Dezernentin mit ihren Aufgaben überfordert oder die Sorgen und Nöten der Bürgerinnen interessieren sie nicht. „Das hat sich bei dem Kohlekraftwerk in Fechenheim ebenso gezeigt wie in der EHEC-Krise“, kritiiserte Wolter-Brandecker.


Beratungsbedarf bei Automatenspielsucht steigt in Frankfurt – SPD fordert besseren Schutz vor Spielsucht

Frankfurt am Main 5. Januar 2005 Die Bekämpfung der  Glücksspielsucht ist für die schwarz-gelbe Bundesregierung von geringem Interesse. Die Kommunen werden mit ihren Problemen allein gelassen“, kritisierte die drogenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Dr. Renate Wolter-Brandecker. Wenn die Bundesregierung eine weitere Zunahme der Geldspielautomaten nicht aufhalte und die Geräte nicht im Sinne einer geringeren Suchtgefahr modifiziere, „sind alle weiteren Vorschläge Kosmetik“. Das gelte sowohl für die angekündigte Spielerkarte ebenso wie eine angedachte Tagesgewinn- und Verlustgrenze. Beides könne leicht unterlaufen werden.

Wie aus einem jüngsten Magistratsbericht hervorgehe, haben In Frankfurt im Jahr 2009 60 Prozent mehr Menschen die Beratung wegen Glücksspielsucht in Anspruch genommen als im Vorjahr. Insgesamt schätzen die Mitarbeiter der Suchtberatung etwa 3000 problematische und rund 2500 pathologische Fälle. Unter den in Frankfurt beraten Personen. „Selbstkritisch hat der Magistrat auf die Anfrage der SPD-Fraktion erkannt, dass die Vernetzung von Beratungsangeboten zur Spielsucht und Schuldnerberatung verbessert werden sollte,“ kommentierte ihre drogenpolitische Sprecherin den Magistratsbericht.

Die SPD- Stadtverordnete verwies darauf, dass „über 80 Prozent der Personen, die wegen problematischem oder pathologischem Glücksspiel beraten werden, Automatenspieler sind“.

Um dieses Problem kümmere sich die Bundesregierung nicht ausreichend, obwohl sie doch über die Spieleverordnung die Verantwortung für gerätebezogene Regelungen bei den Geldspielautomaten trage, nachdem nachgewiesen sei, von ihnen eine besonders hohe Suchtgefahr ausgehe.

Die offensichtliche Nähe der Bundesregierung zur Automatenindustrie lasse wenig Hoffnung für eine Verbesserung des Spielerschutzes zu. Härtere Maßnahmen wie eine Entschärfung und Entschleunigung der Geräte, eine Abschaffung von Autostarttasten und Punktespeichern, eine deutliche Reduzierung des höchst möglichen Spielverlusts pro Stunde sowie eine Reduzierung der Zahl der Geräte pro Spielhalle plane die Bundesregierung nach eigenen Angaben ebenso wenig wie eine Einbeziehung der Geldspielautomaten in dein staatliches Monopol.

„Die Bundesregierung bleibt damit weit hinter den Forderungen der Bundesländer, wie etwa Berlin, zurück“, mahnte die SPD-Politikerin. Stattdessen sollten nach Ansicht der Bundesregierung Früherkennung, Manipulationsschutz, Stärkung der Qualifikation von Personal und die Förderung von Sozialkonzepten die Spielsucht eindämmen. „Dies allein wird aber keine Reduzierung der Spielsucht zur Folge haben, zumal die Zahl der Geldspielautomaten ungebremst wächst“, hob Renate Wolter-Brandecker hervor.


Die Lage am Krankenhaus Höchst spitzt sich zu. Unzufriedenheit von Pflegekräften, Ärzten und Patienten wächst und wichtige Mitarbeiter kündigen

27.10.2010 „Die Situation am Krankenhaus Höchst spitzt sich immer weiter zu. Die SPD-Fraktion im Römer fordert, dass die Verantwortlichen kurzfristig handeln“, erläutert Dr. Renate Wolter-Brandecker.

Die SPD-Politikerin verwies darauf, dass Oberärzte unterschiedlicher Kliniken sowie der Chefarzt der Orthopädischen Klinik wegen der für sie unhaltbaren Zustände am Höchster Krankenhaus gekündigt und auch Pflegekräfte in dem wichtigen Bereich der Intensivpflege das Krankenhaus verlassen haben. Die Einführung eines neuen Belegungsmanagements mit der so genannten „100 Prozent  Bettenausnutzung“ habe dazu geführt, dass Stationen interdisziplinär belegt und die Patienten während eines Klinikaufenthaltes oft auf verschiedenen Stationen herum geschoben würden. „Auch Flurbelegungen sind keine Seltenheit“, kritisierte die SPD-Stadtverordnete. Aufgrund des erheblichen Personalmangels könnten viel zu wenige Operationssäle genutzt werden, da die OP-Schwestern fehlten.

Das Krankenhaus Höchst. Foto: Wygoda

„Die langen Wartezeiten für die Patienten von bis zu drei Monaten auf eine Operation seien unzumutbar. „Solche Entwicklungen gefährden den früher exzellenten Ruf des Krankenhauses der Stadt Frankfurt am Main“, warnte die SPD-Gesundheitspolitikerin. Dass die Fallzahlen in vielen Kliniken des Krankenhauses bereits dramatisch zurückgingen, sei ein erstes Alarmsignal für diese Entwicklung. Die ebenfalls geplante Reduzierung der Bettenzahl von 980 auf 650 Betten im Neubau und der kleinere vorgesehene Raumbedarf stoße bei den Ärzten auf heftigen Widerstand. „Diese Zahlen stehen auch im Widerspruch zu den Äußerungen der Dezernentin gegenüber dem Stadtparlament“, unterstrich Renate Wolter-Brandecker.

Die SPD Fraktion im Römer fordert in einer Anfrage an den Magistrat Antworten darauf, welche Planzahlen für die Betten im künftigen Neubau tatsächlich vorgesehen seien und ob das so genannte Belegungsmanagement für die Stationen beibehalten werde.

„Die SPD-Fraktion im Römer sorgt sich um die Zukunft des Klinikums Höchst, weil das Vertrauen der Patienten schwinde, wenn sich die bekannt gewordenen Zustände nicht bessern“, warnte Renate Wolter-Brandecker


Glücksspielhallen stören nicht nur, sie fördern auch die Spielsucht!

Frankfurt am Main 24. August 2010 Auf die rasant ansteigende Zahl von Spielsüchtiger hat die drogenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer, Dr. Renate Wolter-Brandecker, hingewiesen. Mit der Zahl der Glücksspielautomaten steige auch die Zahl der Abhängigen.

Spielhalle in der Frankfurter City Foto: Wygoda

„Geldspielautomaten in Gaststätten und Spielhallen, die schnellen Gewinn versprechen, haben nach Ansicht von Glücksspiel-Suchtexperten das höchste Abhängigkeitspotenzial innerhalb des Glücksspielmarktes, dennoch steigt die Anzahl der genehmigten Spielhallen immer weiter, das ist unverantwortlich“, kritisierte die SPD-Gesundheitspolitikerin. Zwischen 70 und 80 Prozent aller Glücksspieler, die sich in eine der 15 hessischen Beratungsstellen in Behandlung begeben, seien Geldautomatenspieler. Die Zahl der Abhängigen in Hessen werde von der Landessstelle für Suchtgefahren auf 8.000 bis 22.000 Personen, von der Suchtberatung der Evangelischen Kirche sogar auf 30.000 Personen geschätzt. Die Selbstmordrate in dieser Anhängigengruppe sei höher als bei Alkoholabhängigen. „Die Genehmigung von immer mehr Spielhallen stört häufig Nachbarn, aber vor allem führen sie Personen, die suchtgefährdet sind, häufig in Abhängigkeit und in den finanziellen Ruin, aus dem sie alleine nicht mehr herauskommen und dringend Hilfe benötigen“, sagte Wolter-Brandecker. Beratungsstellen würden häufig erst nach einer mindestens zehnjährigen Spielerkarriere aufgesucht.

In einer Anfrage an den Magistrat will die SPD-Fraktion über die in Frankfurt bestehenden Präventions- und Hilfsangebote für Spielsüchtige, nach der Einhaltung und Überwachung von Jugendschutzbestimmungen in den Spielhallen, der Zahl der Hilfesuchenden und der Zusammenarbeit zwischen Suchtberatung und Schuldnerberatung. „Die Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestages im Jahr 2009 hat eindeutig auf diese Gefahren hingewiesen, jetzt muss endlich vor Ort gehandelt werden“, forderte die SPD- Politikerin.


Essen auf Rädern ist teuer und häufig ungesund, das müsse sich schleunigst ändern, fordert die SPD-Fraktion im Römer.

Frankfurt am Main 17. 12. 2009 Im Auftrag des ARD-Magazins plusminus wurden Liefermenüs für Senioren der drei auch in Frankfurt tätigen Erzeuger apetito, Hofmann-Menü und Sodexo auf Ausgewogenheit und Nahrungsgehalt hin untersucht. Die ernährungswissenschaftliche Untersuchung zeigte, dass es sich bei den 5 bis 7 € teuren Menüs für Senioren lediglich um „Fast Food“ handelt, dessen ausschließlicher Konsum zwangsläufig zu Mangelerscheinungen führt. Renate Wolter-Brandecker, Mitglied im Gesundheitsausschuss, fordert eine deutliche Verbesserung der Qualität der Essen.

„Es ist skandalös, von Hochbetagten zu verlangen, dass sie sich eigenständig um Vitamin- und Nährstoffergänzung des Mittagessens kümmern, denn schließlich bestellen sie sich das Essen auf Rädern, weil sie sich nicht mehr selbst verpflegen können“, erklärte Wolter-Brandecker. Die Hersteller hätten nach Ausstrahlung des ARD-Berichtes zugegeben, dass eine ausgewogene Ernährung mit den angebotenen Menüs allein nicht möglich sei. Die Gesundheitspolitikerin weist darauf hin, dass die Gruppe der Senioren, die auf Essen auf Rädern bestelle,  stetig wachse und sie einen Anspruch auf gute und ausgewogene Ernährung hätten. „Die meisten Menschen wollen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden oder  in einer Wohngemeinschaft  ihren Lebensabend verbringen, auch wenn sie nicht mehr selbst kochen und einkaufen können“, machte

Wolter-Brandecker deutlich. In einer Anfrage an den Magistrat will die SPD-Fraktion  daher wissen, in welchem Umfang die zweifelhaften Senioren-Menüs in Frankfurt vertrieben werden und welche Maßnahmen der Magistrat unternimmt, damit  es nicht zu Missbrauch und gesundheitlichen Schäden für die betroffenen Senioren kommt. Es müsse  endlich Schluss sein mit den Profiten zu Lasten der Gesundheit alter  und kranker Menschen.


Sonnenstudios sind für Jugendliche unter 18 Jahre tabu – SPD fordert Überwachung der neuen gesetzlichen Regelung

Frankfurt am Main 3. September 2009 „Jugendlichen ist seit dem 1. September die Nutzung von Sonnenbänken wegen des damit verbundenen hohen Risikos an Hautkrebs zu erkranken, verboten. Neben den privaten Sonnenstudios haben vor allem städtische Einrichtungen eine hohe Verantwortung, diese Regelung einzuhalten“, mahnte die SPD-Gesundheitspolitikerin Renate Wolter-Brandecker.

Der Bundestag verabschiedete das Gesetz zum Schutz der Jugendlichen vor dem hohen Krebsrisiko, weil sich die Betreiber der Solarien nicht an eine freiwillige Selbstverpflichtung hielten und es oft an Beratung durch qualifiziertes Personal und an einer deutlichen Kennzeichnung der Geräte fehlte. Ein besonderes Problem sind hierbei die Geräte mit Münzeinwurf, wie sie auch in den städtischen Schwimmbädern stehen, bei denen jede Kontrolle durch das Personal fehlt.

Etwa ein Viertel der jährlich 14 Millionen Sonnenbanknutzer Jugendliche seien zwischen zehn und siebzehn Jahren alt. „Diese jungen Menschen sind besonders gefährdet, durch die Bestrahlungen später einmal an Hautkrebs zu erkranken, deshalb muss bei ihnen besonders sorgfältig auf die Einhaltung der Vorschriften geachtet werden“, mahnte die SPD-Stadtverordnete.

Die SPD-Fraktion fordert den Magistrat in einer Anfrage dazu auf, die Sonnenbänke in den städtischen Einrichtungen wie Schwimmbäder oder Sportanlagen zu überprüfen und zu überdenken, ob diese Sonnenbänke nicht besser ganz abgeschafft werden oder wie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften überwacht werden könne.