„Das Seniorenprojekt zum 30-jährigen Jubiläum mit unserer Partnerstadt Tel Aviv – Yafo darf keine Eintagsfliege sein, weitere Aktivitäten müssen folgen”,
Frankfurt am Main 5. Juli 2010 Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Partnerstädte Frankfurt am Main und Tel Aviv – Yafo veranstaltete die Gruppe „Aktive Senioren Frankfurts“ gemeinsam mit dem PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband ein Projekt über „Die Lebenssituation älterer Menschen in Frankfurt am Main und Tel Aviv“. „Bei diesem sehr intensiven Erfahrungsaustausch zwischen den Mitarbeitern der Seniorenarbeit in beiden Städten konnten alle Beteiligte wertvolle Einblicke in die Struktur und die Arbeitsweise des jeweiligen Partners gewinnen“, erläuterte die SPD-Stadtverordnete. Sie unterstrich, dabei seien insbesondere die Gespräche mit Überblenden der Shoa für alle Beteiligten eine wertvolle und beeindruckende Erfahrung gewesen.
Abendblick auf Tel Aviv. Foto: Wygoda
Einen solchen Erfahrungsaustausch zwischen Mitarbeitern der Seniorenarbeit habe es bisher noch nie gegeben, berichtete die SPD-Politikerin, weder auf fachlicher Ebene noch im Rahmen der Städtepartnerschaft. Die weitere Finanzierung des Projektes sei jedoch „trotz der überaus positiven Erfahrungen nicht möglich, da das Pilotprojekt durch die Stadt Frankfurt am Main und die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ erfolgt sei. Die Stiftung sehe sich j zu einer weiteren Finanzierung nicht in der Lage.
„Es kann doch nicht wahr sein, dass eine so wichtige und kreative Arbeit nach dem ersten Versuch beendet wird, obwohl alle Beteiligten über die für ihre weitere Arbeit wichtigen Impulse berichtet haben, es muss dafür eine Finanzierung gefunden werden“, forderte Renate Wolter-Brandecker bei der Veröffentlichung einer Anfrage der SPD-Fraktion an den Magistrat. Das Projekt sei nicht allein „ein Vorzeigebeispiel für eine funktionierende Städtepartnerschaft, sondern insbesondere der historische und biografische Bezug zur Shoa“ sei ein wichtiges Element dieses Austausches gewesen. Dieser Arbeit müsse die Chance der Weiterentwicklung bekommen, erklärte die Stadtverordnete..
SPD-Fraktion fordert klare Aussagen zum geplanten Neubau für das Museum der Weltkulturen
Frankfurt am Main 9. Juni 2010 „Offensichtlich weiß im Magistrat keiner Bescheid, ob und wann der Neubau für das Museum der Weltkulturen tatsächlich verwirklicht wird. Die Plan- und Kopflosigkeit des Magistrats schadet der Kultur in Frankfurt am Main“, kritisierte Renate Wolter-Brandecker.
In diesem Park soll der Erweiterungsbau des Museums der Weltkulturen gebaut werden. Foto: Wygoda
Mit dem Statement die Oberbürgermeisterin in einer Diskussion in der IHK, der Neubau des Museums der Weltkulturen sei „in überschaubarer Zeit nicht realisieren“ und nach der halbherzigen Antwort des Kulturdezernenten, alles sei im Zeitplan, wird wieder einmal die Unfähigkeit des Magistrats aufgezeigt, Entscheidungen zu treffen und auch durchzuhalten. Die SPD-Kulturpolitikerin erinnerte an das monatelange Gezerre der rot-grünen Koalition über den richtigen Standort. Erst nach dem Zugeständnis der CDU, im Osthafen einen Hafenpark zu errichten, hatten sich die Grünen zu dem von der SPD von Anfang an vorgeschlagenen Standort am bestehenden Museumsbau überreden lassen.
„Offensichtlich wird die CDU wieder einmal von den Grünen vorgeführt, denn den Grünen war es gelungen, „ihren“ Osthafenpark im Haushalt wasserfest abzusichern, während die Erweiterung des Museums der Weltkulturen wieder in der Luft hängt“, stellte die SPD- Stadtverordnete fest.
Es sei erschreckend, „dass im Magistrat offensichtlich niemand weiß, was der andere sagt oder tut“, kritisierte die SPD-Politikerin bei der Veröffentlichung einer Anfrage ihrer Fraktion an den Magistrat. Völlig unverständlich sei zudem, dass noch im März während der Haushaltsberatungen die Bedeutung des Projektes herausgestellt worden sei, nun aber die Chefin des Magistrats das Gegenteil betone. „Da will sich schwarz-grün wieder einmal über die Kommunalwahl mogeln, um dann später den Offenbarungseid zur wirklichen Finanzlage leisten zu müssen“ stellte Renate Wolter- Brandecker fest. Das Hin und her über den Erweiterungsbau sei auch ein Affront gegen die neue Leiterin des Museums. Ebenso sei fraglich, ob mit der nun vom Kulturdezernenten angekündigten erheblichen Reduzierung des Raumangebotes von 7500 auf 6000 Quadratmeter das ursprüngliche Konzept noch machbar sei.
„Magistrat missachtet Parlamentsbeschluss nach neuer Konzeption für das Besuchsprogramm ehemaliger Frankfurter jüdischer Bürger“ Zeitzeugeninterviews sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden!
Frankfurt am Main 7. Juni 2010 „Der Magistrat missachtet nach wie vor den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, der ihn bereits im Mai 2007 dazu aufgefordert hat, eine „angemessene und würdige Konzeption für die zweite und dritte Generation“ der ehemaligen jüdischen Bürger Frankfurts zu entwickeln“, kritisierte die SPD-Stadtverordnete Renate Wolter-Brandecker. Mehr als drei Jahre nach diesem Beschluss liege der Stadtverordnetenversammlung das angeforderte Konzept noch immer nicht vor.
Abends am Strandboulevard von Tel Aviv Foto: Wygoda
In dieser Woche gehe das diesjährige Besuchsprogramm zu Ende. Wie in jedem Jahr hätten mehrere Besucher auch diesmal wieder Schulen besucht, um den Schülerinnen und Schülern ihre Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus in Frankfurt zu berichten. Mit einigen von ihnen seien auch Interviews geführt worden, damit diese Erinnerungen nicht verloren gehen. „Es spricht nicht gerade für ein großes Interesse des Magistrats an dieser wertvollen historischen Arbeit, dass er sich weder um die öffentliche Zugänglichkeit dieses Materials bemüht hat, noch sich dafür einsetze, die Interviews so aufzubereiten, dass sie auch nutzbar sind“, kritisierte die SPD- Politikerin bei der Veröffentlichung einer Anfrage ihrer Fraktion.
Die Erinnerungen der jüdischen ehemaligen Frankfurter gehörten zum Gedächtnis der Stadt, die nicht verdrängt werden dürften, sondern müssten für künftige Generationen bewahrt werden.
Spuren gegen das Vergessen- Jury wählte drei Entwürfe für die Gedenkstätte an der EZB aus.
Frankfurt am Main 2. Juni 2010 Dass die Europäische Zentralbank (EZB) mit der Großmarkthalle auch ein wichtiges Stück aus einem der dunkelsten Kapitel der Frankfurter Geschichte erworben hat, war allen Beteiligten von Anfang an klar. Deshalb wurde auch schon sehr früh Einigkeit zwischen der EZB und der Stadt Frankfurt sowie die Jüdischen Gemeinde der Stadt darüber erzielt, dass an die von dort ausgegangenen Deportationen von mehr als 10 000 Bürgern jüdischen Glaubens aus Frankfurt und der umliegenden Gemeinden in die Vernichtungslager erinnert werden soll.
Der Präsident der EZB, Jean-Calude Trichet, erinnerte an die europäische Dimension des Holocausts, daher sei es schlüssig und notwendig, dass an der Großmarkthalle, dem künftigen Standort der EZB, eine Erinnerungsstätte geschaffen werde.
Allerdings war die Auswahl aus den zunächst 139 eingereichten Arbeiten des internationalen Ideen- und Realisierungswettbewerbes nicht ganz einfach. Bereits im Juli 2009 hatte die Jury 20 Arbeiten ausgewählt, die weiterbearbeitet werden sollten.
In ihrer Sitzung konnte sich das Gremium auf keinen ersten Platz seinigen und wählte drei gleichrangige Entwürfe aus, die von ihren Urhebern noch einmal überarbeitet werden sollen. Aus ihnen wird dann der zu realisierende Entwurf gekürt werden.
Salomon Korn, vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde verwies drauf, das diese drei Entwürfe, die die vor Ort vorgefundenen Relikte verwenden, Bestandteile, gleichsam „banale Dinge des Alltags“ seine, die damit auf die „Banalität des Bösen” verwiesen.
Mit solchen „Dingen des Alltags“, nämlich den unter der Eisenbahnbrücke verlaufenen Schienen und dem seit langem zugemauerten Stellwerk der Hafenbahn, die die Waggongs bis zu den Gleisen der Reichsbahn gefahren hat, hat das Berliner Büro Böhm/Zahiri bei seinem Entwurf gearbeitet. An den Seiten der Schienen sollen Daten zur Vernichtung der Frankfurter Juden eingraviert werden. Der Vorsitzende der Jury, der Darmstädter Architekt Nikolaus Hirsch, berichtete, dass die Jury von dem einfühlsamen Umgang mit den Relikten und dem Verzicht auf eine große Geste beeindruckt gewesen sei, die diese Arbeit ausmachten
Die Schienen und Weichen der Hafenbahn an dem früheren Stellwerk unter der Eisenbahnbrücke hat das Büro Böhm/Zahiri aus Berlin zum Denkmal an die Deportation der Juden an ihrem ursprünglichen Ort verwandt.
Foto: Böhm/Zahiri
Eine Rampe aus dem Keller der Großmarkthalle, wo die jüdischen Frankfurter auf die Transporte warten mussten, hat das Kölner Büro Katzkaiser den Keller der Großmarkthalle betont. Der Kellerraum, der nach wie vor in seinem ursprünglichen Zustand vorhanden ist, soll nach Angaben des EZB- Präsidenten künftig für Besuchergruppen zu bestimmten Zeiten zugänglich sein. Die außerhalb des EZB- Geländes liegende Erinnerungsstätte soll Tag und Nacht offen stehen.
Der Entwurf des Büros Katzkaiser aus Köln betont die Rampe aus dem Keller der früheren Großmarkthalle.
Foto: Katzkaiser
Dritter Preisträger ist das Frankfurter Büro LOOC/M. Es hat einen bräunlichen Quader aus verrostetem Stahl auf das Gleisfeld an der Großmarkthalle gestellt, das den um 90 Grad gedrehten Kellerraum symbolisiert.
Ein Quader aus verrostetem Stahl soll nach dem Entwurf des Frankfurter Büros LOOC/M den um 90 Grad gedrehten Kellerraum der Großmarkthalle symbolisieren. Foto: LOOC/M
Ikonenmuseum Frankfurt aus seinem Schattendasein holen – SPD-Fraktion fragt nach Eigenständigkeit des Museums
Frankfurt am Main 11. Mai 2010 „Das 20jährige Jubiläum des Ikonenmuseums mit seiner in Westeuropa bedeutendsten und größten Ikonensammlung war weder dem Kulturdezernent noch dem Leiter des Museums für Angewandte Kunst eine Teilnahme wert“, kritisierte die SPD-Kulturpolitikerin Renate Wolter-Brandecker.
Das Ikonenmuseum von außen. Foto: Wygoda
1988 hatte Dr. Jörgen Schmidt-Voigt der Stadt 800 Ikonen geschenkt. Im Jahr 2000 wurde das Ikonenmuseum als Abteilung des Museums für Angewandte Kunst (MAK) eröffnet. „Dieses Jubiläum wurde weder durch den Kulturdezernenten noch durch den Museumsdirektor gewürdigt, das hat dieses Museum mit seiner weit über Frankfurt und die Bundesrepublik hinaus bedeutenden Sammlung nicht verdient“, kritisierte Wolter-Brandecker.
Auf der Jubiläumsveranstaltung wurde zum wiederholten Mal die Forderung nach einer Erweiterung des Museums im Deutschordenhaus gestellt.
Die SPD will vom Magistrat wissen, ob das Ikonenmuseum für den Magistrat noch ein Teil des Museums für Angewandte Kunst ist oder ob es in Zukunft als eigenständiges Museum geführt werden soll. Da die Museumsleitung des MAK offensichtlich nur ein sehr geringes Interesse am Ikonenmuseum habe, stelle sich die Frage nach einer weiteren Zusammenarbeit. Außerdem will die SPD erfahren, ob der Magistrat eine Erweiterung des Ikonen-Museums, eventuell auch im Deutschordenshaus, plane.
„Das Ikonenmuseum muss endlich aus seinem Schattendasein herausgeholt werden, damit es seiner überragenden Bedeutung gemäß im Rahmen der Museen Frankfurts auch überregional wahrgenommen werden kann“, forderte die SPD-Kulturpolitikerin
Naxoshalle muss auch in Zukunft als Kulturhalle zur Verfügung stehen –kein Lebensmittelmarkt!
Frankfurt am Main 8. April 2010 „Ein Lebensmittelsupermarkt kann doch wohl nicht die Alternative für die kulturelle Nutzung der Naxoshalle sein“, kritisierte die SPD-Stadtverordnete aus dem Ostend, Renate Wolter Brandecker, erneute Überlegungen, in der denkmalgeschützten Halle statt des Theaters Willy Praml einen Supermarkt anzusiedeln.
Mit diesen Überlegungen würde allen bisherigen Planungen, die Naxoshalle als Kulturstandort zu erhalten, eklatant widersprochen“, erklärte die SPD-Politikerin aus dem Frankfurter Ostend. Sie erinnerte daran, dass der Magistrat noch in seinem jüngsten Bericht vom Januar dieses Jahres auf eine Anfrage der FDP-Fraktion erklärt habe: „Der Verbleib des Theaters Willy Praml… über den 31.10. 2010 wird sichergestellt“ und einen neuen Vertrag mit dem Theater in Aussicht gestellt habe.
In der Naxoshalle wurde mit den Vorbereitungen für die Sanierung begonnen Foto: Wygoda
„Wie kann bei dieser von allen Fraktionen des Stadtparlaments politisch getragenen Sachlage das Liegenschaftsamt den Plan verfolgen, die Naxoshalle von einem Investor sanieren zu lassen, um sie als Lebensmittelmarkt zu vermarkten?“, fragte Renate Wolter-Brandecker. Die SPD-Stadtverordnete verwies darauf, dass auf der gegenüberliegenden Seite der Wittelsbacher Allee bereits ein Lebensmittelmarkt bestehe, sodass auch das Argument der fehlenden Nahversorgung nicht ziehe. „Der Magistrat will durch den geplanten hochwertigen Wohnungsbau das Areal deutlich aufwerten, wozu die kulturelle Nutzung der Naxoshalle als Theaterspielstätte unabdingbar ist“, stellte die SPD-Stadtverordnete fest.
In einem Antrag an den Magistrat werde die SPD-Fraktion im Römer fordern, das Konzept der kulturellen Nutzung der Naxoshalle endlich umzusetzen und alle anderen Überlegungen einer anderweitigen Nutzung einzustellen
SPD fordert Jahreskarten für Familien für die Kombitickets für Zoo und Opel-Zoo und für den „Naturpass“ für Palmengarten, Zoo und Senckenberg-Museum.
Frankfurt am Main 1.4.2010 „Familien werden beim Kauf von Jahres-Kombitickets benachteiligt. Statt der Familienkarten müssen sie viel teureren Jahrestickets für Erwachsene für Zoo und Opelzoo einzeln kaufen“, kritisierte Renate Wolter-Brandecker.
Die Zookasse Foto: Wygoda
Die eigentlich gute und fortschrittliche Idee, gemeinsame Tickets für den Frankfurter Zoo und den Opel-Zoo anzubieten, habe den großen Mangel, dass ausgerechnet Familien doppelt zahlen müssen, wenn sie eine Jahreskarte kaufen möchten. Während es laut Preistafel sowohl Jahreskarten für Erwachsene als auch für Familien gebe, könne aber gerade das Kombiticket für beide Zoos nur für Erwachsene erworben werden. „Es sind doch gerade Familien mit Kindern, die häufig beide Zoos besuchen wollen“, kritisierte die SPD-Politikerin die geltende Regelung.
Auch für den „Naturpass“, die gemeinsame Karte für den Zoo, den Palmengarten und das Senckenberg-Museum gebe es keine Familien-Jahreskarten.
In einem Antrag an den Magistrat fordert die SPD-Fraktion im Römer, umgehend Familientickets einzuführen. „Man kann nicht immer nur von Familienfreundlichkeit reden, sondern es muss umgehend gehandelt werden“, sagte die Kulturpolitikerin.. Sie kritisierte auch, dass es bisher nicht möglich sei, an der Kasse des Zoos Jahreskarten mit der EC-Karte oder mit Kreditkarten zu bezahlen. Auch die Stadt Frankfurt solle endlich im 21. Jahrhundert ankommen und moderne Zahlungsmittel gelten lassen. Es sei nicht nachvollziehbar, dass Besucherinnen und Besucher große Geldsummen für Eintrittskarten bar bezahlen müssen.
Keine Schließung von Bürgerhäusern!
8. 2. 2010 Frankfurt am Main Als „völlig indiskutabel, bürgerfeindlich und gegen die Interessen der Vereine“ bezeichnete die SPD-Kulturpolitikerin Renate Wolter-Brandecker die Vorschläge des Geschäftsführers der Saalbau GmbH Andreas Eichstedt, besonders unwirtschaftliche Häuser zu schließen. Auch wenn es notwendig sei, das Defizit der Saalbau in den kommenden Jahren weiter abzubauen, sei die Ankündigung, defizitäre Häuser schließen zu wollen, nicht hinnehmbar.
Maliaischer Volkstanz im Saalbau Foto: Wygoda
Das rege Vereinsleben in Frankfurt am Main kann nur dann weiter bestehen, wenn die Vereine auch künftig eine Möglichkeit haben, in den Bürgerhäusern günstige Räume anzumieten“, erklärte Wolter-Brandecker. Da passe es nicht zusammen, dass Eichstedt erkläre, in den Abendstunden seien die Bürgerhäuser völlig ausgelastet, aber trotzdem wolle man sie loswerden. „Bürgerhäuser sind wichtig für das soziale Zusammenleben in unserer Stadt, sie sind auch der Ort, an dem viele Migranten ihre kulturellen Feste feiern, das trägt zum sozialen Frieden bei und darf nicht aufs Spiel gesetzt werden“, forderte die SPD-Politikerin in einem Antrag der SPD-Fraktion an den Magistrat. Eine Schließung komme für die SPD-Fraktion nicht in Frage, schon vor Jahren habe man sich von einigen Häusern getrennt, das dürfe nicht noch einmal passieren, alle jetzigen Häuser würden dringend benötigt. Man müsse andere Lösungen finden, aber die dürften nicht auf dem Rücken der Bürger und der Vereine ausgetragen werden. „Das bisher vorbildlich große und dichte Netz für Vereine und private Nutzer muss weiter bestehen“, forderte Wolter-Brandecker
SPD-Fraktion im Römer fordert parlamentarische Aufklärung über Umzug des Museum Giersch vom Museumsufer in die Innenstadt
Frankfurt am Main, 21.Januar 2010 Die kulturelle Nutzung der Villa des Museums Giersch wurde bei deren Erwerb im Grundbuch festgeschrieben, daran darf sich nichts ändern“, forderte Renate Wolter-Brandecker in einer Anfrage der SPD-Fraktion an den Magistrat.
Das private Museum Giersch möchte von seinem bisherigen Standort am Mainufer in einen Neorenaissance-Palast in der Innenstadt umziehen und die jetzige Villa vermieten. „Die Vorstellung von Senator Giersch, daraus einen repräsentativen Firmensitz für ein Unternehmen zu machen, ist für die SPD-Fraktion völlig inakzeptabel“, erklärte Wolter-Brandecker, „weil die Villa damit zum Spekulationsobjekt und das Museumsufer abgewertet würde“. Bei dem Verkauf der der Villa an Carlo Giersch im Jahr 1997 für 1,5 Millionen Mark sei im Grundbuch eine kulturelle Nutzung der Liegenschaft festgeschrieben worden, weil Giersch die Villa zu einem Museum ausbauen wollte.
In ihrer Anfrage an den Magistrat will die SPD-Fraktion Aufklärung darüber, ob der Magistrat beabsichtigt, diese Dienstbarkeit aufzuheben und eine nicht-kulturelle Nutzung zuzulassen und ob der Magistrat beabsichtigt, die Villa selbst für eine kulturelle Nutzung anzumieten. Die SPD-Fraktion will auch wissen, ob der Magistrat plant, die Villa zurückzukaufen und unter welchen Bedingungen das möglich sei. Die SPD-Politikerin erklärte, „Verhandlungen über ein Rückkauf zu der damals vereinbarten Summe von 1, 5 Millionen Mark (rund 750.000 Euro) sind eine überlegenswerte Alternative, durch die die kulturelle Nutzung festgeschrieben werden könnte.“
Zwei Schopenhauer-Denkmäler in unmittelbarer Nähe – zu welchem Sinn und Zweck?
Frankfurt am Main 17.1.20010 Als „Fehlplanung aus Unkenntnis“ bezeichnete die SPD-Stadtverordnete Renate Wolter-Brandecker die Ankündigung des Kulturdezernenten, im so genannten Schopenhauer-Herbst 2010 ein Schopenhauer-Denkmal neben dem Literaturhaus enthüllen zu wollen.
In seiner Kulturvorausschau für das Jahr 2010 hatte Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) einen Schopenhauer-Herbst angekündigt und als große Leistung die Enthüllung eines Schopenhauer-Denkmals neben dem Literaturhaus in Aussicht gestellt. Offensichtlich sei dem Kulturdezernenten nicht bekannt, dass in unmittelbarer Nähe des beabsichtigten Enthüllungs-Ortes in der Obermainanlage bereits 1885 ein Schopenhauer-Denkmal enthüllt wurde. Dies sei 1951 gestohlen, aber an seinem Todestag am 21. September 1951 vom damaligen Oberbürgermeister Walter Kolb erneut enthüllt worden.
Das Schopenhauserdenkmal in der Obermainanlage Foto: Wygoda
In einer Anfrage an den Magistrat will die SPD-Politikerin wissen, warum ein zweites Denkmal geschaffen werden solle und ob das bestehende Denkmal an seinem angestammten Ort bleibe. Die SPD-Fraktion fragt nach der Begründung für ein zweites Denkmal und will wissen, für welche anderen großen Dichter und Denker, etwa für Goethe und Schiller, ebenfalls an eine Doppelehrung gedacht sei. Renate Wolter-Brandecker wies darauf hin, dass erst im vergangenen Jahr der Park in der Obermainanlage neu hergerichtet und das Schopenhauer-Denkmal an seinem Standort wieder besser sichtbar geworden sei. Dort gingen viele Bewohnerinnen und Bewohner vorbei, die auch in Zukunft auf ihren Wegen nicht auf eine Begegnung mit Schopenhauer verzichten wollten.
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