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SPD fragt nach „wundersamer Kostenreduzierung“ für den Aufzug in der S-Bahn-Station „Ostendstraße“

Frankfurt am Main 10.. August 2014  Eine  „wundersame  Kostenreduzierung“  hat  die  SPD- Stadtverordnete  aus  dem   Ostend,  Renate  Wolter- Brandecker,  für  den  seit  13  Jahren  geforderten  Aufzug  in  der S-Bahnstation Ostendstraße entdeckt.

„Noch  im  Jahr  2007  hatte  der  Magistrat  für  den  Aufzug  eine  Summe  von  6,2  Millionen  Euro  errechnen  lassen  und  damals  mit dem Argument der zu hohen Kosten den Aufzug statt in der Ostendstraße  im  Bankenviertel  bauen  lassen“,  berichtete  die SPD-Politikerin. Jetzt habe der Magistrat  in seinem  Vortrag  M  96 jedoch nur noch über Gesamtkosten von 1,35 Millionen Euro  berichtet. „Es war doch seit 2001 bekannt gewesen, dass gerade  die  Station  Ostendstraße  mit  ihren  vielen  neuen  Wohnungen, sowie  für die  Besucher der Volkshochschule, des Abendgymnasiums,  des  Nachbarschaftszentrums,  des  Konservatoriums  und  des  Internationalen  Familienzentrums  ein  behindertengerechter  Ausbau  der  S-Bahnstation  dringend  notwendig war und ist“,  kritisierte die Stadtverordnete  und fragte verwundert, ob man „das  .Stadtparlament bewusst jahrelang  falsch in- 25 formiert hat“.

Nach  jahrelanger  Verweigerung  des  Aufzuges  solle  jetzt  eine  Variante  mit  zwei  Aufzügen  über  eine  Zwischenebene  gebaut werden, was nun bereits für „nur“  1,35 Millionen Euro möglich  sein solle.  In einer Anfrage an den Magistrat will die SPD-Fraktion über die  aktuellen  Planungen und vor  allem über die wundersame Kostenreduzierung informiert werden. Es sei nicht nachvollziehbar,

warum die neue Variante nicht schon vorher in Erwägung gezogen  worden  sei.  „Es  gibt  auch  keine  Informationen,  wo  der Aufzug  nach der neuen Planung  nach oben führt,  ob  auch bei  SPD-Fraktion im Römer dieser neuen Version Eingriffe in den Schulhof der Uhlandschule erforderlich  sind und warum sich die Bahn-AG  nicht an den Kosten beteiligt,  fragte  Renate Wolter-Brandecker.  Der Magistrat  wurde  aufgefordert,  gleichzeitig  mit  dem  Einbau  des  Aufzugs auch über eine Verbesserung der Gesamtsituation der S-Bahn-Station nachzudenken. „Diese Station ist alles andere als ein Aushängeschild für  die  Europäische Zentralbank und deren Mitarbeiterinnen  und  Mitarbeiter,  die  ab  Dezember  den  S- Bahnhof für ihren Weg zur Arbeit nutzen werden. Daher sei es dringend  geboten,  dass  auch  die  S-Bahnstation  „Ostendstraße“ dem  von  der  Innenstadt gewohnten Standard entspricht.


Nach zehn Jahren der Planung immer noch keine Baumaßnahmen auf dem Honsell-Dreieck – hat der Magistrat seine Planungen endgültig eingestellt?

Frankfurt am Main 18.5.2014   „Die endlose Geschichte der Planung und Nichtbebauung des  wertvollen  Grundstücks  ‚Honsell-Dreieck‘  in  unmittelbarer  Nähe  zur  Europäischen  Zentralbank  muss  ein  Ende haben, es muss endlich etwas passieren“, erklärte  Renate Wolter-Bandecker bei der Vorstellung einer Anfrage  ihrer Fraktion.

EZB Hochhäuser und Honselldreieck

 

 

 

 

 

EZB mit Honsell-Dreieck Foto: Wygoda

Vor mehr als zwei  Jahren  berichtete der Magistrat auf Anfrage der SPD, ein Investor habe bereits mehrere Bauanträge für das  Honsell-Dreieck  gestellt,  die  jedoch  zurückgewiesen  wurden,  weil sie nach Ansicht des Magistrats mit den früher ergangenen  Bauvorbescheiden nicht identisch gewesen seien. „Seitdem  ist  offensichtlich  nichts  passiert,  das  Honsell-Dreieck  muss  nach  mehr als zehn Jahren endlich bebaut werden.  Offensichtlich ist  der  Magistrat  an  einer  tragbaren  Lösung  für  das  wertvolle  Grundstück  im  Ostend  nicht  interessiert“,  kritisierte  die  SPD- Stadtverordnete aus dem Ostend, Renate  Wolter-Brandecker,  die  schleppenden  oder  eingestellten  Verhandlungen.  Es  sei  nicht  hinnehmbar,  dass  der  Magistrat  nun  schon  wieder  seit  mehr als zwei Jahren in dieser Angelegenheit  in tiefes Schwei gen gefallen ist.

In  einer Anfrage an den Magistrat fordert die SPD-Fraktion Aufklärung darüber, wann mit  der  Bebauung des Honsell-Dreiecks gerechnet werden kann oder ob der Magistrat die Bebauungspläne endgültig aufgegeben hat. Wichtig sei auch zu erfahren, ob das lange Verfahren mit dem derzeitigen Grundstücksbesitzer der Stadt Geld kostet und auf welche Summe sich die Forderungen des Grundstücksbesitzers summieren könnten. „Das ist  wieder  einmal  eine  unrühmliche  Geschichte  aus  der  Abteilung  ‚Planen  in  der  Stadt  Frankfurt  am  Main‘.  Erst  wird  lange geplant, dann passiert ein Jahrzehnt lang überhaupt nicht,.  das  schadet dem Ruf Frankfurts in der Immobilienbranche der ganze Republik“, kritisierte die SPD-Politikerin aus dem Ostend.


Das Internationale Theater im Ostend steht nach Kündigung durch neuen Eigentümer nach 16 Jahren zum 1.10.2014 vor dem Aus.

Frankfurt am Main 1. April 2014   „Das Internationale Theater in der Zoo-Passage hat sich in den vergangenen einen wichtigen Platz in der Frankfurter Internationalen Kultur erspielt, es kann nicht sein, dass dieses Theater pünktlich zur Eröffnung der Europäischen Zentralbank schließen muss“ , erklärte die kulturpolitische Sprecherin Renate Wolter-Brandecker in einer Anfrage der SPD-Fraktion an den Magistrat.

 

Ostend Internationales Theater Bühne und Lichtregie

 

 

 

 

 

Licht- und Tonregie im Internationalen Theater Foto: Wygoda

 

Jährlich produziertdas Internationale Theater im Ostend etwa 150 Aufführungen mit 1oo Gastspielen aus 25 Nationen, damit soll nach der kurzfristigen Kündigung durch die neue Eigentümergemeinschaft der Zoo-Passage nun Schluss sein. „Die bisherige Eigentümergemeinschaft hatte das Theater immer unterstützt und kulturelle Angebote im Ostend für einen wichtigen Beitrag im Stadtteil gehalten, das ist jetzt offensichtlich nicht mehr gewollt“, erklärte Renate Wolter-Brandecker. In einer Anfrage fordert die SPD-Fraktion den Magistrat zu einer klaren Stellungnahme auf, ob die Arbeit des Internationalen Theaters vor dem Hintergrund des Strukturwandels im Ostend die Notwendigkeit der Erhaltung des Theaters sieht und alles unternimmt, um eine finanzierbare Ersatzspielstätte zu finden. „Das Internationale Theater ist ein Kulturzentrum mit wichtigen Funktionen, das aus der multikulturellen Metropole nicht wegzudenken ist, es ist die einzige mittlere Bühne Frankfurts, die der europäischen Kultur und den Konsulaten in Frankfurt Auftrittsmöglichkeiten bietet. Es ist absurd, dass dieses Theater in unmittelbarer Nähe der EZB nun pünktlich zu deren Eröffnung aus dem Ostend verschwinden soll“, kritisierte die SPD-Kulturpolitikerin.


Die Verwaltung blockiert und gefährdet die Kulturarbeit im Jugendladen Bornheim durch langjährige Entscheidungsprozesse.

Frankfurt am Main 4. März 2014   „Seit 2010 wartet der Jugendladen Bornheim auf die baurechtliche Genehmigung und hat nun die Betriebserlaubnis entzogen bekommen. Es ist eine Schande, wie lange die Verwaltung für ihre Entscheidungen braucht“, erklärte die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Renate Wolter-Brandecker.

Jugendleiter Stefan Mohr im Atelierdes Jugendclub Bornheims  in der Naxoshalle

 

 

 

 

 

 

Jugendladen ohne Jugendliche. Nur der Leiter, Stefan Mohr, darf nach den Vorschriften des Brandschutzes  noch im Atelier in der Naxoshalle arbeiten. Foto: Wygoda

 

Seit 2006 bietet der Jugendladen Bornheim in der Naxoshalle eine vorbildliche Jugendkulturarbeit an. „Es ist völlig unverständlich, dass es seit 2010 nicht gelungen ist, endlich über eine baurechtliche Genehmigung zu entscheiden“, erklärte die SPD-Politikerin. Bereits im Jahr 2011 habe der Magistrat in einer Stellungnahme mitgeteilt, dass eine Genehmigung noch nicht vorliege, weil die Finanzierung der erforderlichen Zugangs- und Rettungswege nicht geklärt sei. „Sowohl das zuständige Sozialdezernat als auch das Liegenschaftsamt haben die Entscheidung seit Jahren verschlafen“, kritisierte Wolter-Brandecker. Die Jugendlichen seien die Leidtragenden, denn sie dürften den Jugendladen Bornheim wegen dem Entzug der Betriebserlaubnis nicht mehr betreten.

In einer Anfrage an den Magistrat fordert die SPD-Fraktion Aufklärung über die Kosten für die Brandschutzmaßnahmen und die Dauer der Baumaßnahmen. Auch solle der Magistrat erläutern warum es seit 2010 nicht gelungen sei, über eine baurechtliche Genehmigung zu entscheiden. „Die lapidare Erklärung von Sozialdezernentin Professor Birkenfeld im Sozial- und Gesundheitsausschuss, der Jugendladen Bornheim dürfe aufgrund behördlicher Auflagen ihre Räume in der Naxoshalle nicht mehr betreten, zeigte unverständliches Desinteresse und Inaktivität, vom Interesse für die Arbeit der Jugendlichen und ihre Graffitikunst keine Spur“, sagte die Stadtverordnete aus dem Ostend.


Ostend-Bewohnerinnen und –Bewohner sind entsetzt über die Schließung des Zoo-Eingangs Rhönstraße.

Frankfurt am Main 15.1. 2013   „Die ganzjährige Schließung des Zoo-Eingangs in der Rhönstraße nach dem  Umbau des Haupteingangs ist unsozial und kann nicht akzeptiert werden“, erklärten  die beiden  SPD- Stadtverordneten aus dem Ostend, Dr. Renate Wolter-Brandecker und Mike Josef.

Der geschlossene Zoo-Eingang in der Röhnstraße Foto: Wygoda

Auf dem Rücken der Ostendbewohner, vor allem vieler älterer Menschen und der Kinder werde es ausgetragen, wenn der Zoo-Eingang in der Rhönstraße ganzjährig geschlossen bliebe, warnten die SPD- Stadtverordneten Renate Wolter-Brandecker und Mike Josef. Gerade für Familien stelle der weite Weg zum Eingang am Ernst Grizmek-Platz eine unnötige und unfreundliche Erschwernis dar. Gerade für Eltern mit Kleinkindern und Kinderwagen werde der Weg ein langweiliger und quälenden Fußmarsch von rund einem Kilometer obwohl sie den Zoo über den Eingang Rhönstraße bequem und schnell erreichen könnten,

„Die Ostend-Bewohner haben für die Erhaltung dieses Eingangs Unterschriften gesammelt, demonstriert, ihren Willen im Ortsbeirat bekundet, sich als Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebracht, alles vergeblich, sie fühlen sich übergangen“, erklärten Renate Wolter-Brandecker und Mike Josef. „Die Schließung des Eingangs Rhönstraße allein mit Personaleinsparungen zu begründen, reicht nicht aus, wenn es darum geht, dem Frankfurter Innenstadt-Zoo seine Attraktivität für die rund 900. 000 Besucher im Jahr zu erhalten“, unterstrichen die  Stadtverordneten, die auch auf die älteren Bewohner des Stadtteils und die des nahen August-Stunz-Altenhilfezentrums der Arbeiterwohlfahrt sowie auf die viele Familie verwiesen, die den Zoo mit ihren Dauerkarten besuchten.

„Es ist schlicht arrogant, wenn der Magistrat in seiner Stellungnahme an den Ortsbeirat äußert, die Schließung des Eingangs Rhönstraße führe voraussichtlich  nicht zu nennenswerten Besucherrückgängen. Offensichtlich sind, alte Menschen, die Bewohner des Stadtteils und Kinder für den Magistrat nicht wichtig, schlossen sie aus dieser Reaktion. „Der Zoo,der mitten im Stadtteil liegt ist doch ein wichtiger Erholungsort für seine Anwohner, die demnächst nicht mehr kommen werden“, hoben die Stadtverordneten hervor. Für diese Personengruppen könne keinesfalls von einer „Steigerung der Attraktivität des Zoos“ gesprochen werden, wenn die Schließung des Eingangs in der Röhnstraße bestehen bleibe. Die Millionen für den Umbau des Zoos seien „schlecht angelegt, wenn an einem bequemen Zugang für viele Besucherinnen und Besucher gespart“ werde und die Kosten für den zweiten Eingang als einziges Argument herhalten müssten, betonten die SPD-Politiker.


20 Jahre Drogenhilfe „Eastside“ im Ostend (1992- 2012)

Frankfurt am Main 21.November 2012   Nach 20 Jahren ist das „Eastside“ nach der Zahl seiner Übernachtungen die größte niedrigschwellige Drogenhilfeeinrichtung in Europa. Mit der Auflösung der Drogenszene in der Taunusanlage im Jahr 1992 war es notwendig  geworden, den Drogenabhängigen gleichzeitig ein vielfältiges Drogenhilfesystem anzubieten.

 

In Frankfurt wurde ein Hilfeangebot geschaffen, das vom niedrigschwelligen Angebot bis hin zur völligen Abstinenz reicht. Damit konnte jedem der für ihn richtige, und das heißt oft auch der lebensrettende Weg, eröffnet werden. Der sogenannte „Frankfurter Weg der Drogenhilfe“ bedeutet  bis heute, dass das Eastside an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden geöffnet ist. Jährlich werden hier 1.500 Klientinnen und Klienten von den 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. In den 13 Zimmern des Hauses leben 19 Bewohnerinnen und Bewohner. Zusätzlich stehen 55 Betten und 20 Notbetten für wohnsitzlose Drogengebraucher zur Verfügung. Pro Jahr werden 900 Übernachtungsgäste aufgenommen, was insgesamt  28.000 Übernachtungen bedeutet.

Die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmanns betonte bei der Feier zum 20jährigen Bestehen, dass der Verein Integrative Drogenhilfe e.V. die Entwicklung der Drogenhilfe nicht allein in Frankfurt sondern auch bundesweit wesentlich mit geprägt habe. Frankfurts Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig lobte die lange und erfolgreiche Arbeit, die Kompetenz der Mitarbeiter und die fortlaufende inhaltliche Weiterentwicklung und verwies auf die Chance für Drogengebraucher, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sie erinnerte daran, dass es „ein mutiger Schritt“ gewesen sei, im Jahr 1994 in Frankfurt am Main den ersten Konsumraum Deutschlands im Eastside einzurichten.

Dabei war die Einrichtung der Drogenhilfe im Ostend keineswegs unumstritten. So war es nicht sicher, ob das Hilfeangebot so weit entfernt von der Drogenszene im Bahnhofsviertel angenommen würde. Deshalb war von Anfang an das Angebot der Suchthilfe und die gleichzeitige medizinische Versorgung durch die Malteser, die bis heute diese Arbeit leisten, für das gesamte Projekt von besonderer Bedeutung. „Im Jahr 2012 wird die Arbeit der niedrigschwelligen Drogenhilfe von allen politischen Parteien im Ortsbeirat 4 (Ostend/Bornheim) und der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung vorbehaltlos unterstützt“, hob die SPD-Stadtverordnete aus dem Ostend und suchtpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, Dr. Renate Wolter-Brandecker, hervor.


Zoo-Eingang in der Rhönstraße darf nicht geschlossen werden!

Frankfurt am Main 20- März 2012      „Die geplante Schließung des Zoo-Eingangs in der Rhönstraße nach dem  Umbau des Haupteingangs darf nicht erfolgen“, fordern  die beiden  SPD- Stadtverordneten aus dem Ostend, Dr. Renate Wolter-Brandecker und Mike Josef.

 

Zoo- Eingang Rhönstraße Foto: Wygoda

Es würde auf dem Rücken aller Besucher aus der Stadt und dem Umland ausgetragen werden, wenn der Zoo-Eingang in der Röhnstraße geschlossen würde, warnten die Stadtverordneten. Sie verwiesen darauf, dass gerade viele Besucher aus dem Umland die Parkplätze in der Rhön- und der Waldschmidtstraße nutzen und dann einen weiten Weg rund um den Zoo machen müssten. Gerade für Familien stellt dies eine unnötige und kundenunfreundliche Erschwernis dar, die mit Kleinkindern und Kinderwagen doch den Zoo über den Eingang Rhönstraße bequem und schnell erreichen können, ohne zuvor einen für alle Kinder langweiligen und quälenden Fußmarsch von rund einem Kilometer in Kauf nehmen zu müssen.

„Die Schließung des Eingangs Rhönstraße allein mit Personaleinsparungen zu begründen, reicht nicht aus, wenn es darum geht, dem Frankfurter Zoo seine Attraktivität für die rund 900. 000 Besucher im Jahr zu erhalten“, unterstrichen die  Stadtverordneten, die auch auf die älteren Bewohner des Stadtteils und die des nahen Stunz-Altenzentrums der Arbeiterwohlfahrt sowie viele Familie verwiesen, die den Zoo mit ihren Dauerkarten besuchen

Die Millionen für den Umbau des Zoos seien schlecht angelegt, wenn dann an einem bequemen Zugang für die vielen besucherinnen und Besucher gespart werde, erklärte die SPD-Politiker bei der Veröffentlichung eines Antrags an den Magistrat, diese Planungen schnellstens zurückzunehmen.


Der Bunker Friedberger Anlage am Ort der 1938 zerstörten Synagoge muss ein Ort der Erinnerung bleiben!

Frankfurt am Main   8. 2.2012  „Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) muss sich so schnell als möglich bei Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dafür einsetzen, dass der Bunker in der Friedberger Anlage als Gedenkstätte erhalten werden kann“, forderten die beiden SPD-Stadtverordneten Dr. Renate Wolter- Brandecker und Mike Josef.

Bereits im Jahr 2007 hatte die SPD-Fraktion angeregt, einige Bunker, die aus der Zivilschutzbindung fallen, von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) zu erwerben. Der Magistrat beschloss daraufhin, die drei Bunker in der Friedberger Anlage, in der Petterweilstraße und in der Mörfelder Landstraße zu „angemessenen Preisen“ zu erwerben. Während für den Bunker in der Friedberger Anlage jahrelang ein symbolischer  Preis von einem Euro die Rede war, wurde von der BIMA laut Zeitungsberichten nun ein Preis von 2,8 Millionen Euro gefordert. Der Leiter des städtischen Liegenschaftsamtes, Alfred Gangel, gab danach verständlicherweise das Scheitern der Verhandlungen bekannt.

 

Der Bunker in der Friedberger Anlage muss Erinnerungsstätte an die ehemalige Synagoge bleiben Foto: Wygoda

„Offenbar ist den Mitarbeitern der BIMA völlig gleichgültig, dass dieser Bunker für die Stadt Frankfurt von hoher Bedeutung für ihre Geschichte ist und mit einer solchen Forderung auch ein fragwürdiges Licht auf das Bundesunternehmen geworfen wirft“, erklärten die SPD-Politiker.

Der Bunker in der Friedberger Anlage sei eine der offenen Wunden der städtischen Geschichte Frankfurts und müsse deshalb ein Ort der Erinnerung bleiben, forderten sie.

Hier könne weder die jetzige Gedenkstätte aufgegeben werden noch dürfe auf dem Gelände einer ehemaligen Synagoge irgendein Gebäude entstehen, das mit dieser Geschichte nichts zu tun hat. Die beiden Stadtverordneten forderten die deshalb die Oberbürgermeisterin auf, dringend mit dem Finanzminister zu verhandeln, um den Erwerb des Bunkers zu ermöglichen. „Ein Ort, an dem die Synagoge der Israelischen Religionsgesellschaft stand, muss weiterhin ein Ort gegen Rassismus und Antisemitismus sein und kann nicht den Profitinteressen des Finanzministeriums preisgegeben werden“, erklärten die Stadtverordneten.

 

 


Lilli Pölt beim Frankfurter Bund für Volksbildung im Interview mit Renate Wolter Brandecker

So  berichtete die Frankfurter Rundschau über das Gespräch:

Renate Wolter-Brandecker (links) im Gespräch mit der ehrenamtlichen Stadträtin Lilli Pölt Foto: Wygoda

Eine Stadträtin zum Anpacken/ Die 80-jährige Lilli Pölt berichtet aus ihrem Leben in Frankfurt / Von Laura Wagner

Ruhestand kennt Lilli Pölt nicht. „Ich will für die Frank­furter da sein.” Die ehrenamtliche Stadträtin ist das seit 40 Jahren. Als Stadtverordnete und Magist­ratsmitglied, aber auch durch ihr soziales Engagement in zahlrei­chen Vereinen und Institutionen. Beim Erzählcafe der Awo erzählt Pölt am Dienstag aus ihrem Le­ben. Im Hintergrund läuft eine Diashow. Was bei den Bildern von Pölt auffällt: Sie grinst und lacht auf jedem einzelnen. „Ich bin eine Fronnatur. Traurig sein bringt doch nichts.”

Pölt hat viel erlebt – und immer viel gemacht. Die Frankfurterin ist auch mit 80 Jahren noch enga­giert. „Ich bin eine Stadträtin zum Anpacken, muss immer etwas tun.” Den Tatendrang hat sie viel­leicht von ihrer alleinerziehenden Mutter. „Sie hat uns durchgebracht”, sagt die 1931 geborene Pölt, die früh auf sich allein ge­stellt war. Bis zum Krieg lebte sie mit ihrer Mutter im Westend, wur­de dann von den Nazis, verschickt, erst in die Hohe Rhön, dann nach Rheinhessen. Schnell kam sie zu­rück zu ihrer Mutter. „Ich bin ein Stadtkind.”

Nach den Kriegswirren zogen sie nach Eckenheim, Pölt begann 1946 ihre Lehre beim Landwaren-Großhandel. „Eine zu bekommen war schon großes Glück, das ken­nen viele Jugendliche heute auch.” Ihre Berufung, oder besser eine ihrer Berufungen fand Pölt bei der Deutschen Postgewerk­schaft. „41 Jahre und zwei Mona­te blieb ich dort”, sagt Pölt. Bis zur Pensionierung.

               Lilli Pölt Foto: Wygoda

 

 

Nebenbei begann sie ihre poli­tische Karriere, trat 1957 in die SPD ein, zog 1972 in den Römer ein und ist seit 1985 in der ehren­amtlichen Stadtregierung. „Ich

als Frau wurde gut aufgenom­men”, sagt Pölt, die sehr energisch sein kann, wenn es um „eine gute Sache” geht. Ex-Oberbürgermeis­ter Volker Hauff bezeichnete sie einmal als „Unikum”. „Nicht im positiven Sinne”, sagt Pölt und lacht. Gesundheit und Behinder­tenpolitik sind bis heute ihre The­men.

Die Stadt hat sich nach ihrer Beobachtung zu einer Bankenstadt gewandelt

Nicht zuletzt wegen ihres behin­derten Sohns Klaus. Bis zu dessen Tod 2004 nahm sie ihn zu den meisten Terminen mit. „Der Klaus war immer dabei.” Ein Mann, ein Kind und ein Job. Für Pölt ganz selbstverständlich. Frankfurt ha­be sich verändert, sagt Pölt. Von einer bürgerlichen zu einer Ban­kenstadt. Auch die Politik sei anders. „Die Jungen machen immer etwas anders.” Pölt mahnt zur Bürgernähe. „Wir müssen raus”, sagt sie. Nur wer mit den Bürgern spreche, erfahre, was sie denken und beschäftigt. In der Nordwest­stadt, wo sie seit einigen Jahren wohnt, gesellt sie sich gerne zu Leuten an öffentlichen Treffpunk­ten. „Da reden wir. dann einfach über dies und das, sie fragen mich um Rat.”

Rudi Arndt, Walter Wallmann, Wolfram Brück, Volker Hauff, Andreas von Schöler und Petra Roth. Die Oberbürgermeister kä­men und gingen. Pölt blieb. Auch nach der bevorstehenden Wahl will sie weitermachen. An ihrem 75. Geburtstag verkündete sie, sie werde mindestens so lange im Amt bleiben, bis wieder ein SPD-OB das Rennen mache. „Ich konn­te ja nicht ahnen, dass wir so schnell wieder wählen.” Aber Pölt sagte ja „mindestens”.

 

Der Bericht in der FRANKFURTER NEUEN PRESSE :

Mit einem Lächeln durchs Leben

Lilli Pölt ist immer gut gelaunt und erzählt im August-Stunz-Zentrum aus ihrem Leben

Im Erzählcafé des Frankfurter Bundes für Volksbildung im August-Stunz-Zentrum erzählte die ehrenamtliche Stadträtin Lilli Pölt aus ihrem Leben.

Ostend. Lilli Pölt ist ein echtes Frankfurter Mädchen oder wie sie selbst sagt “Frankfurterin und Sachsenhäuserin”. Die Sozialdemokratin wurde am 1. August 1931 im Krankenhaus in Sachsenhausen geboren, lebte als Kind mit ihrer alleinerziehenden Mutter in einer Mansardenwohnung im Westend. Auch mit knapp 81 Jahren hat Lilli Pölt, wie sie sagt, das “Ohr beim Bürger und ist offen für das, was die Menschen auf der Straße bewegt”.

Die ehrenamtliche Stadträtin engagiert sich seit vielen Jahrzehnten besonders für Menschen mit Behinderungen, ist stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Praunheimer Werkstätten. Ihr Herz schlägt auch für die vielen Vereine der Stadt. Gesundheit, Jugend und Soziales sind ihr wichtig und dafür möchte sie sich weiter einsetzen. Aufzuhören ist für Lilli Pölt kein Thema – nicht nur das wird während des Gesprächs mit der Stadtverordneten und Vorsitzenden des Frankfurter Bundes für Volksbildung, Renate Wolter-Brandecker (SPD), im August-Stunz-Zentrums deutlich. Die Sozialdemokratin erzählt offen, dass sie es in ihrem Leben nicht immer leicht hatte. “Meine Mutter musste immer arbeiten. Das war in den 30er Jahren nicht so einfach, und sie musste annehmen, was sie bekam. Ich war das einzige Kind und habe sehr früh gelernt, selbständig zu sein.”

 

Mit Skiern zur Schule

Lilli Pölt besuchte die Holzhausenschule, kam während des Zweiten Weltkrieges zusammen mit anderen Kindern in die hohe Rhön. Sie erinnert sich: “Ich kam zu einer Bauernfamilie, die ganz oben auf einem Berg lebte und besuchte die Schule im Tal. Mein Kämmerchen war kalt, ich musste beim Putzen mithelfen und auf Skiern zur Schule fahren, was ich als Stadtkind natürlich nicht konnte.”

Doch auch diese Zeit ging vorbei. Sie machte ihren Volksschulabschluss und stand danach, wie viele ihrer Mitschüler, vor der Frage, welchen Beruf sie ergreifen soll. Eine kaufmännische Ausbildung folgte, obwohl ihr Traumberuf ein ganz anderer war: “Ich wollte Fotojournalistin werden. Meine Mutter hatte mir eine Kamera geschenkt, das war noch so eine Box. Damit habe ich viel und gerne fotografiert.”

Nach dem Krieg wurde sie Mitglied bei der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken, half dabei, Kindergruppen aufzubauen und zu betreuen. 1950 heiratete sie, bekam ein Jahr später ihren Sohn Klaus, der mit einer Behinderung zur Welt kam und 2006 starb. Fast 42 Jahre lang war Lilli Pölt für die Deutsche Postgewerkschaft tätig, ohne ihr politisches und soziales Engagement zu vernachlässigen. Von den Falken wechselte sie zu den Jusos, trat 1957 in die SPD ein. “Man wächst in seine Aufgaben hinein.” Seit 1973 ist sie für die SPD im Römer, zunächst als Stadtverordnete, seit vielen Jahren als Mitglied des ehrenamtlichen Magistrats.

 

Für Walter Kolb gesungen

Lilli Pölt kannte alle Oberbürgermeister der Nachkriegszeit, für Walter Kolb habe sie mit den Falken sogar gesungen: “Damals war der Römer noch zerstört”, erinnert sie sich. Rudi Arndt habe sie einst bei den Falken kennengelernt. Lilli Pölt lebt heute in der Nordweststadt. Unverkennbar ist ihr Lachen, das zu ihrem Markenzeichen geworden ist. “Es ist mir wichtig, dass wir als Politiker hinausgehen und den Kontakt zu den Menschen halten. Ich möchte dort sein, wo die Leute sind.”alf (alf)


SPD-Stadtverordnete fordern Aufklärung über Gefahrenguthalle im Osthafen

Frankfurt am Main 3-11-2011   „Die Auswirkungen der europäischen Seveso II- Richtlinie werden vom Magistrat nicht ernst genommen. Durch die Gefahrenguthalle in der Lindleystraße gibt es offenbar Gefährdungen für den Hafenpark und das Einkaufszentrum, über die Frankfurt am Main 3.November 2011  die beiden SPD- Stadtverordneten Dr. Renate Wolter-Brandecker und Mike Josef Aufklärung verlangen.

Der Safetyoport im Frankfurter Osthafen Foto: Wygoda

Der Magistrat handelt unverantwortlich, wenn  nach dem gültigem Bebauungsplan aufgrund des Safetyports, der Gefahrenguthalle in der Lindleystraße, eine Teilfläche des im Bau befindlichen Hafenparks Ost so zu gestalten ist, dass sie keine ‚hohe Aufenthaltsqualität‘ aufweisen darf, ihn aber gleichzeitig  so gestaltet, dass gerade dort ein Skatepark und ein Basketballfeld mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen werden“, kritisierten die beiden Stadtverordneten aus dem Ostend. Die Begründung, der Hafenpark sei schon vor dem Inkrafttreten des Bebauungsplanes in einem Architektenwettbewerb festgelegt worden und somit hätten die Planungen Bestandsschutz, sei unverantwortlich. Die Gefahrguthalle wurde vor etwa zehn Jahren gebaut, als es die sogenannte Seveso-Richtlinie bereits gab, erläuterten die Stadtverordneten.

„Wenn von der Gefahrenguthalle und den dort gelagerten Stoffen eine Gefahr ausgeht und deshalb die Seveso II-Richtlinie den längeren Aufenthalt verbietet und die Errichtung eines Einkaufszentrums gefährdet, müssen diese potenziellen Gefahren ernst genommen und entsprechende Umplanungen vorgenommen werden“, fordern die SPD- Politiker.

Die SPD-Fraktion will in einer Anfrage an den Magistrat wissen, wie der Magistrat auf die Seveso II-Richtlinie reagiert, ob es zu Umplanungen für den Hafenpark kommt und welche Auswirkungen die Einhaltung des Achtungsabstands auf die Planungen für das Einkaufszentrums auf dem Honselldreieck hat. Der Magistrat soll auch Auskunft darüber geben, ob an eine Verlagerung der Gefahrenguthalle aus dem Ostend gedacht ist.  „Eine solche Gefahrenguthalle gehört nicht in die Nähe eines Wohn- und Erholungsgebietes, denn auch der Schwedlersee liegt unmittelbar neben dem Safetyport, deshalb sind Maßnahmen deshalb sind Maßnahmen dringend geboten“, forderten Renate Wolter-Brandecker und Mike Josef.